Verantwortlich: Maja Ramsauer
Bereitgestellt: 01.10.2026
reformiert.lokal 10.1 - Erntedank – ein Grund zum Danken?
Die neuste Ausgabe der Gemeindeseite reformiert.lokal der Kirchgemeinden Hombrechtikon und Stäfa finden Sie in Ihrem Briefkasten.
Bitte beachten Sie, dass in der aktuellen Version des reformiert.lokal 10.1. die Angaben auf dem Stand bei Redaktionsschluss per 7. September 2026 beruhen. Bitte informieren Sie sich auf unserer Website über aktuelle Gottesdienste und Veranstaltungen.
Bitte beachten Sie, dass in der aktuellen Version des reformiert.lokal 10.1. die Angaben auf dem Stand bei Redaktionsschluss per 7. September 2026 beruhen. Bitte informieren Sie sich auf unserer Website über aktuelle Gottesdienste und Veranstaltungen.
Maja Ramsauer,
Sie können die aktuelle Ausgabe » hier als Online-Version lesen.
Erntedank – ein Grund zum Danken?»
Mit dem Erntedankfest bedanken wir uns bei Gott für eine reichhaltige Ernte am Ende des Sommers. Erntedankfeste sind fest verwurzelt in verschiedenen Religionen und Kulturen und drücken die Abhängigkeit des Menschen von der Natur aus1. Diese Abhängigkeit wurde diesen Sommer sehr sichtbar. Die wochenlange Hitze und Trockenheit haben sich auf unsere Natur, die Felder, Wiesen, Weiden und Wälder ausgewirkt. Es gab Ernteausfälle und das Vieh musste frühzeitig von der Alp abziehen, weil es kein Gras und kein Wasser mehr gab. Sollen wir also trotzdem danken, auch wenn die Ernte für gewisse Bauern ein Totalausfall war?
Dieser Hitzesommer hat uns alle wachgerüttelt und wir fragen uns: Wird es von nun an noch heisser und trockener? Einige Menschen sind durch diesen Sommer in eine existenzielle Krise geworfen worden. Wofür sollen sie danken? Vielleicht, dass alles noch hätte schlimmer werden können? Vielleicht sollten wir danken, dass die Schweiz trotzdem verhältnismässig glimpflich davongekommen ist, vor allem, wenn man an die Waldbrände in Südeuropa denkt.
Nahrung ist in der Schweiz für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit und niemand sollte hungern müssen in unserem reichen Land. Dieser Sommer hat uns aber gezeigt, dass Nahrung und Wasser nicht selbstverständlich sind, auch in der Schweiz nicht, und wir uns allmählich fragen müssen, wie die Wasser- und Nahrungsversorgung in Zukunft aussehen soll. Vielleicht ist es Zeit, sich für die Nahrung und das Wasser zu bedanken, also wieder Erntedank im wahrsten Sinne des Wortes zu feiern. Vielleicht kann diese Dankbarkeit uns dazu führen, dass wir bewusster mit den vorhandenen Ressourcen umgehen, dass wir uns um neue Wege bemühen, damit wir auch in Zukunft noch Erntedank feiern können.
Was aber, wenn uns das Danken schwerfällt? Vielleicht sind Sie in einer Lebenssituation, die sehr belastend ist, oder vielleicht trauern Sie um einen verlorenen Menschen und sind weit entfernt davon, Dankbarkeit zu spüren. Auch die unsichere Weltlage mit Kriegen, die ihre Kreise immer enger um die Schweiz ziehen, lässt Angst und ein Unbehagen aufkommen. Wie sollen wir im Angesicht all dieser Krisen noch danken können? Wofür überhaupt? Vielleicht hilft es dann, sich auf die ganz grundlegenden Dinge im Leben zu konzentrieren. Ich lebe, ich atme, ich kann denken und kann mich bewegen, falls ich nicht eingeschränkt bin. Dadurch kann ich etwas bewegen in meinem Leben. Vielleicht kann so langsam wieder ein Hauch von Dankbarkeit in mein Leben dringen und ich feiere meinen ganz persönlichen Erntedank.
Barbara Hirschi, Kirchenpflegerin
Barbara Hirschi
Im Ibach 6
8712 Stäfa
044 543 66 07
Frühere Ausgaben:
Erntedank – ein Grund zum Danken?»
Mit dem Erntedankfest bedanken wir uns bei Gott für eine reichhaltige Ernte am Ende des Sommers. Erntedankfeste sind fest verwurzelt in verschiedenen Religionen und Kulturen und drücken die Abhängigkeit des Menschen von der Natur aus1. Diese Abhängigkeit wurde diesen Sommer sehr sichtbar. Die wochenlange Hitze und Trockenheit haben sich auf unsere Natur, die Felder, Wiesen, Weiden und Wälder ausgewirkt. Es gab Ernteausfälle und das Vieh musste frühzeitig von der Alp abziehen, weil es kein Gras und kein Wasser mehr gab. Sollen wir also trotzdem danken, auch wenn die Ernte für gewisse Bauern ein Totalausfall war?
Dieser Hitzesommer hat uns alle wachgerüttelt und wir fragen uns: Wird es von nun an noch heisser und trockener? Einige Menschen sind durch diesen Sommer in eine existenzielle Krise geworfen worden. Wofür sollen sie danken? Vielleicht, dass alles noch hätte schlimmer werden können? Vielleicht sollten wir danken, dass die Schweiz trotzdem verhältnismässig glimpflich davongekommen ist, vor allem, wenn man an die Waldbrände in Südeuropa denkt.
Nahrung ist in der Schweiz für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit und niemand sollte hungern müssen in unserem reichen Land. Dieser Sommer hat uns aber gezeigt, dass Nahrung und Wasser nicht selbstverständlich sind, auch in der Schweiz nicht, und wir uns allmählich fragen müssen, wie die Wasser- und Nahrungsversorgung in Zukunft aussehen soll. Vielleicht ist es Zeit, sich für die Nahrung und das Wasser zu bedanken, also wieder Erntedank im wahrsten Sinne des Wortes zu feiern. Vielleicht kann diese Dankbarkeit uns dazu führen, dass wir bewusster mit den vorhandenen Ressourcen umgehen, dass wir uns um neue Wege bemühen, damit wir auch in Zukunft noch Erntedank feiern können.
Was aber, wenn uns das Danken schwerfällt? Vielleicht sind Sie in einer Lebenssituation, die sehr belastend ist, oder vielleicht trauern Sie um einen verlorenen Menschen und sind weit entfernt davon, Dankbarkeit zu spüren. Auch die unsichere Weltlage mit Kriegen, die ihre Kreise immer enger um die Schweiz ziehen, lässt Angst und ein Unbehagen aufkommen. Wie sollen wir im Angesicht all dieser Krisen noch danken können? Wofür überhaupt? Vielleicht hilft es dann, sich auf die ganz grundlegenden Dinge im Leben zu konzentrieren. Ich lebe, ich atme, ich kann denken und kann mich bewegen, falls ich nicht eingeschränkt bin. Dadurch kann ich etwas bewegen in meinem Leben. Vielleicht kann so langsam wieder ein Hauch von Dankbarkeit in mein Leben dringen und ich feiere meinen ganz persönlichen Erntedank.
Barbara Hirschi, Kirchenpflegerin
Barbara Hirschi
Im Ibach 6
8712 Stäfa
044 543 66 07
Frühere Ausgaben:
reformiert.lokal 9.1 - Zwischen «Bro» und «Fräulein vom Amt»
reformiert.lokal 8.1 - Wer ist eigentlich der Chef der Welt?
reformiert.lokal 7.1 - Ferienstart
reformiert.lokal 6.1 - Auffahrt – Wenn Worte wieder möglich werden
reformiert.lokal 5.1 - Auffahrt – Das Mauerblümchenfest der Christen
reformiert.lokal 4.1 - Von Hoffnung überrascht
reformiert.lokal 3.1 - Was heisst es, eine offene Gemeinde zu sein?
reformiert.lokal 2.1 - Was heisst es, eine offene Gemeinde zu sein?
reformiert.lokal 1.1 - «Siehe, ich mache alles neu! Offenbarung»
reformiert.lokal 12.1 - «Ein Bild, in dem die Zeit stillsteht»
reformiert.lokal 11.1 - «Ist Gott ein Mann?»
reformiert.lokal 10.1 - «Macht nur die Augen auf – alles ist schön!»
reformiert.lokal 8.1 - Wer ist eigentlich der Chef der Welt?
reformiert.lokal 7.1 - Ferienstart
reformiert.lokal 6.1 - Auffahrt – Wenn Worte wieder möglich werden
reformiert.lokal 5.1 - Auffahrt – Das Mauerblümchenfest der Christen
reformiert.lokal 4.1 - Von Hoffnung überrascht
reformiert.lokal 3.1 - Was heisst es, eine offene Gemeinde zu sein?
reformiert.lokal 2.1 - Was heisst es, eine offene Gemeinde zu sein?
reformiert.lokal 1.1 - «Siehe, ich mache alles neu! Offenbarung»
reformiert.lokal 12.1 - «Ein Bild, in dem die Zeit stillsteht»
reformiert.lokal 11.1 - «Ist Gott ein Mann?»
reformiert.lokal 10.1 - «Macht nur die Augen auf – alles ist schön!»

