Selbstbestimmt zu Hause leben: Stäfa stärkt die Altersarbeit

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Wie können ältere Menschen in Stäfa möglichst lange selbstbestimmt und gut unterstützt zu Hause leben? Diese Frage prägte die Impulsveranstaltung «Gesundheitsförderung und soziale Teilhabe gemeinsam gestalten» vom 26. Oktober in der reformierten Kirche Stäfa.
Monika Kaspar,
Knapp 100 Personen folgten der Einladung von Gemeinde, Kirchen, Spitex und Projektgruppe – ein Zeichen für das grosse Interesse.
Der Soziologe Dr. Martin Hafen machte deutlich: Gesundheit im Alter hängt nicht nur von der medizinischen Versorgung ab, sondern ebenso vom seelischen Wohlbefinden und der sozialen Einbindung. Fundierte Informationen, tragfähige Beziehungen, die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und verlässliche Unterstützung im Alltag wirken als Schutzfaktoren. Sie geben Halt, stärken die Widerstandskraft, wirken Einsamkeit entgegen und helfen, Belastungen frühzeitig zu erkennen und anzugehen.

In intensiven Gruppengesprächen benannten die Teilnehmenden unter anderem folgende Anliegen:
Ältere Menschen sollen frühzeitig, verständlich und regelmässig informiert werden über die Altersarbeit der Gemeinde, über Beratungsangebote sowie über Sozialversicherungsleistungen wie Hilflosenentschädigung und Ergänzungsleistungen– gerade auch mit Blick auf die Finanzierung von Betreuung.
Die Angebote müssen bekannt, gut zugänglich und am persönlichen Bedarf ausgerichtet sein.

Gemeinderätin Andrea Kuhn-Senn erläuterte das politische Engagement für eine bedarfsgerechte Altersarbeit. Dabei ist auch der Aufbau einer aufsuchenden Beratung zuhause in Betracht zu ziehen. Diese könne ältere Menschen in schwierigen Lebenssituationen erreichen, die eine Anlaufstelle nicht selbst aufsuchen können. Prävention, Beratung, Betreuung und Wohnen im Alter sollten dafür besser aufeinander abgestimmt werden.

Die Veranstaltung setzte einen wichtigen Impuls für die weitere Altersarbeit in Stäfa. Die Anliegen werden nun dokumentiert, geprüft und mit interessierten älteren Einwohnerinnen und Einwohnern weiter vertieft.
Die zentrale Botschaft: Selbstbestimmung im Leben und Alltag älterer Menschen gelingt, wenn Gemeinde, Betroffene, Angehörige, Freiwillige und Fachpersonen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich frühzeitig und verlässlich zusammenwirken. Gute Betreuung stärkt die Widerstandskraft, entlastet Angehörige und kann Gesundheitskosten vermeiden.