Reife Gespräche

Reife Gespräche
Gewisse Themen werden erst im hohen Alter wichtig. Oder sie waren schon lange da, aber sie stellen sich plötzlich anders. Näher. Konkreter. Drängender.

Nach den guten Erfahrungen im vergangenen Jahr laden Monika Kaspar und David Jäger auch 2026 wieder zu drei Nachmittagen unter dem Titel «Reife Gespräche» ein. Das bewährte Format bleibt: Nach einer kurzen Einführung steht das Gespräch im Zentrum. Wir hören einander zu, nehmen wahr, was andere bewegt, und sprechen in kleinen Gruppen über Fragen, die im hohen Alter an Gewicht gewinnen. Die Gruppen werden von Mitarbeitenden und Freiwilligen der Kirchgemeinde begleitet.
In diesem Jahr nehmen wir an den drei Nachmittagen drei Erfahrungen in den Blick.

Am ersten Nachmittag (23.10.) geht es um die Erfahrung, dass der eigene Lebensradius kleiner wird. Wie will ich wohnen, wenn die Kräfte nachlassen? Was hilft, wenn vieles mühsamer wird? Wie gehe ich damit um, dass Wege länger dauern, Termine anstrengender werden und das Leben enger werden kann?

Am zweiten Nachmittag (6.11.) fragen wir nach dem, was bleibt. Wenn nicht mehr alles möglich ist, stellt sich die Frage nach der eigenen Aufgabe neu. Wofür bin ich noch da? Was kann ich weitergeben? Was bedeutet Freundschaft im Alter? Und kann ein freundlicher Blick, ein Grüezi, ein ruhiges Dasein schon etwas ausstrahlen, das anderen guttut?

Am dritten Nachmittag (20.11.) sprechen wir über Sterben, Abschied und Begleitung. Was brauchen die Menschen, die gehen müssen? Was brauchen die Menschen, die zurückbleiben? Welche Rolle kann Palliative Care spielen? Auch die Frage nach Gott gehört dazu: Wie bleibt man mit Gott unterwegs, wenn man nicht mehr so unterwegs sein kann wie früher?

«Reife Gespräche» wollen das Alter nicht schönreden. Dankbarkeit ist wertvoll, aber sie hebt nicht einfach auf, dass vieles zermürbend werden kann. Gerade darum braucht es Orte, an denen solche Fragen sorgfältig, ehrlich und miteinander ausgesprochen werden können.

Der Anlass ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
David Jäger und Monika Kaspar
Kontakt: David Jäger