2026
Veranstaltungen für
Verantwortlich: Evelyne Lott
Bereitgestellt: 26.08.2025
Die Brisanz einer Anklage in der Kirche
Am 24. August 1950 starb Ernst Wiechert in Ürikon, beigesetzt in einem Ehrengrab auf dem Stäfner Friedhof. Vor dem zweiten Weltkrieg gehörte er zu den meistgelesenen Schriftstellern Deutschlands. Zum 75. Todestag findet am Samstag, 30. August in Stäfa eine Gedenkveranstaltung der Lesegesellschaft Stäfa in Zusammenarbeit mit der internationalen Ernst-Wiechert-Gesellschaft statt.
Im Zentrum steht die Rede, die Wiechert 1947 in der reformierten Kirche Stäfa hielt. Unter dem Titel «Das zerstörte Menschengesicht» klagte er die Kulturschande Deutschlands im Kontrast zwischen dem grossen Goethe und dem barbarischen Nazi-Terror an. Wiechert selbst wurde in ein KZ gesperrt, später freigelassen und stand bis Kriegsende unter publizistischem Bann. Reichspropagandaminister Goebbels drohte ihm persönlich, wenn er noch einmal auffalle, werde er «physisch vernichtet».
Wiecherts «Brandrede» wird nun am authentischen Ort im Originaltext vorgetragen. Im Anschluss soll eine Podiumsdiskussion mit Fachpersonen aus Literatur, Geschichte und Politik aufzeigen, wie aktuell seine Anklage ist und wie Menschen in einem autoritären, diktatorisch geführten Überwachungsstaat leiden. Die heutige weltpolitische Lage, zumal in Europa mit dem Ukraine-Krieg, führt dramatisch vor Augen, wie recht Wiechert hatte.
Samstag, 30. August, 14-ca.16.30 Uhr, reformierte Kirche Stäfa: Lesung und Podiumsdiskussion (Eintritt frei). Im Anschluss kleiner Apéro.
Am 24. August 1950 starb Ernst Wiechert in Ürikon, beigesetzt in einem Ehrengrab auf dem Stäfner Friedhof. Vor dem zweiten Weltkrieg gehörte er zu den meistgelesenen Schriftstellern Deutschlands. Zum 75. Todestag findet am Samstag, 30. August in Stäfa eine Gedenkveranstaltung der Lesegesellschaft Stäfa in Zusammenarbeit mit der internationalen Ernst-Wiechert-Gesellschaft statt.
Im Zentrum steht die Rede, die Wiechert 1947 in der reformierten Kirche Stäfa hielt. Unter dem Titel «Das zerstörte Menschengesicht» klagte er die Kulturschande Deutschlands im Kontrast zwischen dem grossen Goethe und dem barbarischen Nazi-Terror an. Wiechert selbst wurde in ein KZ gesperrt, später freigelassen und stand bis Kriegsende unter publizistischem Bann. Reichspropagandaminister Goebbels drohte ihm persönlich, wenn er noch einmal auffalle, werde er «physisch vernichtet».
Wiecherts «Brandrede» wird nun am authentischen Ort im Originaltext vorgetragen. Im Anschluss soll eine Podiumsdiskussion mit Fachpersonen aus Literatur, Geschichte und Politik aufzeigen, wie aktuell seine Anklage ist und wie Menschen in einem autoritären, diktatorisch geführten Überwachungsstaat leiden. Die heutige weltpolitische Lage, zumal in Europa mit dem Ukraine-Krieg, führt dramatisch vor Augen, wie recht Wiechert hatte.
Samstag, 30. August, 14-ca.16.30 Uhr, reformierte Kirche Stäfa: Lesung und Podiumsdiskussion (Eintritt frei). Im Anschluss kleiner Apéro.
Kontakt: Evelyne Lott



