2026
Veranstaltungen für
Verantwortlich: gottesdienste ref-staefa
Bereitgestellt: 12.05.2026
Pfarrperson: Monika Götte
Musik: Worshipteam mit Maria Mark
Thema: "Bald?!"
«Siehe, ich komme bald.» – Diese Verheissung zieht sich durch die Offenbarung des Johannes (Offb 2,16; 3,11; 22,7.12.20). Und doch sind seitdem fast 2000 Jahre vergangen. Was heisst das: bald?
Schon die ersten Christinnen und Christen lebten in einer intensiven Erwartung. Sie rechneten damit, dass Christus bald wiederkommt. Mit der Zeit wurde jedoch deutlich: Das Warten dauert länger. Und so begann eine spannende Entwicklung im Nachdenken über die Wiederkunft Christi.
Ein Schlüssel dazu liegt in der Frage, wie die sogenannte «tausendjährige Herrschaft» (Offb 20) verstanden wird. Dieser kurze, aber bildreiche Abschnitt ist einer der wenigen Texte der Bibel, der überhaupt von einem solchen Zeitraum spricht – und gerade deshalb wurde er zu einem zentralen Bezugspunkt für die Frage, wie Gottes Geschichte mit der Welt zu ihrem Ziel kommt.
Daraus haben sich verschiedene Deutungen entwickelt: Einige gehen davon aus, dass Christus vor dieser Zeit wiederkommt (Prämillennarismus; prä = vor, Millennium = 1000 Jahre). Hier wird die Wiederkunft als deutliches zukünftiges Ereignis verstanden, oft verbunden mit einer (zumeist tumultartigen) Zuspitzung der Weltgeschichte. Diese Sicht findet sich heute vor allem in vielen Freikirchen.
Andere erwarten, dass Christus nach einer Zeit kommt, in der sich Gottes Reich in der Welt mehr und mehr entfaltet (Postmillennarismus). Diese Perspektive ist von einer gewissen Hoffnung auf eine positive Entwicklung der Geschichte geprägt, spielt heute aber eine eher kleinere Rolle.
Weit verbreitet ist die dritte Sicht, der sogenannte Amillennarismus: Das Millennium wird dabei symbolisch verstanden. Christus herrscht schon jetzt – mitten in der Welt, durch seine Gemeinde. Die Wiederkunft ist das Ziel, auf das alles zuläuft, ohne dass ein genauer «Fahrplan» festgelegt wird. Diese Deutung prägt bis heute die reformierten und lutherischen Kirchen sowie auch die römisch-katholische Kirche.
So unterschiedlich die Akzente sind: Gemeinsam ist allen, dass sie an der Hoffnung festhalten, dass Christus wiederkommt. Diese Hoffnung will nicht in erster Linie den Zeitpunkt berechnen, sondern den Blick schärfen: für Gottes Gegenwart – und für unsere Verantwortung im Hier und Jetzt. Ein Gottesdienst für alle, die Fragen haben, weiterdenken wollen – oder einfach neugierig sind.
«Siehe, ich komme bald.» – Diese Verheissung zieht sich durch die Offenbarung des Johannes (Offb 2,16; 3,11; 22,7.12.20). Und doch sind seitdem fast 2000 Jahre vergangen. Was heisst das: bald?
Schon die ersten Christinnen und Christen lebten in einer intensiven Erwartung. Sie rechneten damit, dass Christus bald wiederkommt. Mit der Zeit wurde jedoch deutlich: Das Warten dauert länger. Und so begann eine spannende Entwicklung im Nachdenken über die Wiederkunft Christi.
Ein Schlüssel dazu liegt in der Frage, wie die sogenannte «tausendjährige Herrschaft» (Offb 20) verstanden wird. Dieser kurze, aber bildreiche Abschnitt ist einer der wenigen Texte der Bibel, der überhaupt von einem solchen Zeitraum spricht – und gerade deshalb wurde er zu einem zentralen Bezugspunkt für die Frage, wie Gottes Geschichte mit der Welt zu ihrem Ziel kommt.
Daraus haben sich verschiedene Deutungen entwickelt: Einige gehen davon aus, dass Christus vor dieser Zeit wiederkommt (Prämillennarismus; prä = vor, Millennium = 1000 Jahre). Hier wird die Wiederkunft als deutliches zukünftiges Ereignis verstanden, oft verbunden mit einer (zumeist tumultartigen) Zuspitzung der Weltgeschichte. Diese Sicht findet sich heute vor allem in vielen Freikirchen.
Andere erwarten, dass Christus nach einer Zeit kommt, in der sich Gottes Reich in der Welt mehr und mehr entfaltet (Postmillennarismus). Diese Perspektive ist von einer gewissen Hoffnung auf eine positive Entwicklung der Geschichte geprägt, spielt heute aber eine eher kleinere Rolle.
Weit verbreitet ist die dritte Sicht, der sogenannte Amillennarismus: Das Millennium wird dabei symbolisch verstanden. Christus herrscht schon jetzt – mitten in der Welt, durch seine Gemeinde. Die Wiederkunft ist das Ziel, auf das alles zuläuft, ohne dass ein genauer «Fahrplan» festgelegt wird. Diese Deutung prägt bis heute die reformierten und lutherischen Kirchen sowie auch die römisch-katholische Kirche.
So unterschiedlich die Akzente sind: Gemeinsam ist allen, dass sie an der Hoffnung festhalten, dass Christus wiederkommt. Diese Hoffnung will nicht in erster Linie den Zeitpunkt berechnen, sondern den Blick schärfen: für Gottes Gegenwart – und für unsere Verantwortung im Hier und Jetzt. Ein Gottesdienst für alle, die Fragen haben, weiterdenken wollen – oder einfach neugierig sind.
Kontakt: Monika Götte




![Familienfeuer [Konvertiert] (Foto: Maja Ramsauer) Familienfeuer [Konvertiert] (Foto: Maja Ramsauer)](https://www.ref-staefa-hombrechtikon.ch/_kirchenweb/_ausgabeseiten/scaledImage.php?imagefile=12562.jpg&imagedomainpath=/home/webs/kirchestaefa/html&version=dd3ae&destX=686&destY=386&offsetX=0&offsetY=0&selectionBreite=0&selectionHoehe=0&backcolor=ffffff&fill=true)