reformiert.lokal 1.2 - Gesegnet!

reformiert.: Logo der Zeitung reformiert. (Foto: Kirche Schweiz)
Die neuste Ausgabe der Gemeindeseite reformiert.lokal der Kirchgemeinden Hombrechtikon und Stäfa finden Sie in Ihrem Briefkasten.

Bitte beachten Sie, dass in der aktuellen Version des reformiert.lokal 1.2 die Angaben auf dem Stand bei Redaktionsschluss per 22. Dezember 2022 beruhen. Bitte informieren Sie sich auf unserer Website über aktuelle Gottesdienste und Veranstaltungen.
Maja Ramsauer,
Sie können die aktuelle Ausgabe » hier als Online-Version lesen.

Du bist ein Gott, der mich sieht. Gen 16, 13.

An Gottes Segen ist alles gelegen, sagt man. Segen ist das Gute, was Gott uns Menschen schenkt. Segen ist dem lateinischen signum entlehnt und bedeutet «Zeichen, Abzeichen, Kennzeichen» und meint das, was uns an göttlicher Gnade und Kraft zuteilwird. Wer gesegnet ist, der ist von Gott bezeichnet, markiert, gehört zu ihm.

Im Alten Testament finden wir im Buch Numeri die Aufforderung Gottes, das Volk zu segnen (Num 6,22-27): «Und der HERR sprach zu Mose: Rede zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen, sprecht zu ihnen: Der HERR segne dich und behüte dich. Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der HERR erhebe sein Angesicht zu dir und gebe dir Frieden. So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, und ich werde sie segnen.»

Wir hören diese Verse zumeist am Ende eines Gottesdienstes, wenn wir unter den Segen Gottes gestellt werden. Dies sind Worte, die Gott uns gibt, um uns in seinen Raum zu stellen. Keine Zauberformel, aber Worte, an die Gott sich bindet, und durch das Sprechen dieser Worte des Segens werden wir in den Raum der Gottesbeziehung hineinstellt.

Die Orte wechseln; von der Kirche in den Wald, ins Wohnzimmer, in ein Krankenhauszimmer; die Worte bleiben dieselben. Worte des Segens, die sagen: Gott bindet sich an dich, du gehörst zu ihm. Der, der segnet, ist und bleibt Gott. Deswegen gehört der Segen nicht nur in die Hände und Münder von Pfarrerinnen und Priestern. Wenn wir davon ausgehen, dass Gottes Segen einen Unterschied macht, dann braucht die Welt weit mehr und weitaus öfter Segen als nur am Sonntagmorgen.

An den Höhe-, Tief- und Wendepunkten des Lebens, bei den grossen und kleinen Abschieden. Manche kennen das noch von früher: Eltern, die ihre Kinder segnen, wenn sie morgens zur Schule gehen. Die ihnen damit sagen: Wo du hingehst, kann ich dich nicht auf Schritt und Tritt begleiten. Aber ich gebe dir etwas anderes mit. Gottes Zusage: Du bist nicht allein. Niemals. Oder um es mit der Jahreslosung zu sagen: «Du bist ein Gott, der mich sieht» (Gen 16,13). Monika Götte, Pfarrerin

Die besondere Segensfeier im Juli: www.ref-staefa-hombrechtikon.ch/segen


Pfarrerin Dr. theol.
Monika Götte
Kirchbühlstrasse 40
8712 Stäfa

043 543 96 51
079 903 00 92

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