reformiert.lokal 11.2 - Ewigkeitssonntag

reformiert.: Logo der Zeitung reformiert. (Foto: Kirche Schweiz)
Die neuste Ausgabe der Gemeindeseite reformiert.lokal der Kirchgemeinden Hombrechtikon und Stäfa finden Sie in Ihrem Briefkasten.

Bitte beachten Sie, dass in der aktuellen Version des reformiert.lokal 11.2 die Angaben auf dem Stand bei Redaktionsschluss per 25. Oktober 2022 beruhen. Bitte informieren Sie sich auf unserer Website über aktuelle Gottesdienste und Veranstaltungen.
Maja Ramsauer,
Sie können die aktuelle Ausgabe » hier als Online-Version lesen.

Leitartikel: «Ewigkeitssonntag»

Alles, was wird, vergeht. In der Herbstzeit wird es uns besonders bewusst: Die herrlich farbigen Blätter an den Bäumen, die im Sonnenlicht noch so geleuchtet haben vor ein paar Wochen, fallen zu Boden, überziehen Wiesen und Wege mit einem braunen Teppich. Die Bäume bleiben kahl zurück. So mag sich das Leben anfühlen, wenn ein lieber Mensch von einem gegangen ist: Kahl, leer, trostlos, wie die Bäume ohne Laub in der (manchmal neblig-grauen) Novemberlandschaft. Jemand ist gestorben und die zurückblieben, müssen mit einer Lücke und Leere leben, die nichts und niemand füllen kann. Das Leben ist unwiderruflich ein anderes.

Am Ewigkeitssonntag gedenken wir all derer, die im vergangenen Kirchenjahr kirchlich bestattet wurden. Wir blicken an diesem Tag auf die Trauer und Verluste des vergangenen Jahres zurück, tragen sie als Gemeinschaft – und zugleich richten wir unsere Sinne und Gedanken nach vorne in die nun beginnende Adventszeit – ein neues Kirchenjahr beginnt. Mit dem liebevollen Blick zurück, weist das Licht der Kerzen, die wir für die Verstorbenen entzünden werden, zugleich auch den Weg nach vorne. Es beginnt eine Zeit voller Zuversicht und Verheissung. Gott kündigt sich uns an und wird Mensch – Weihnachten kommt! Gott kommt uns nahe, kommt mit seinem Licht in unsere Finsternis, mit seiner Zuversicht in unsere Trauer, mit seiner Hoffnung in unsere Perspektivenlosigkeit.

Wir leben zwischen dem, was ist, und dem, das einst kommt. Zwischen der Trauer, die da ist, und dem Trost, der kommt. Zwischen der Trauer um den Menschen, den man verloren hat und dem Getrost sein. Zwischen dem, was jetzt weh tut, fehlt, schmerzt und der Freude, die sein wird. Gott schafft Neues in unserem Leben, er kommt uns entgegen. Manchmal klein und unscheinbar, wie das erste Kerzlein, das wir am 1. Advent entzünden werden. Doch auch ein kleines Licht leuchtet und vertreibt Finsternis. Monika Götte, Pfarrerin

Gottesdienst 9.15 Uhr ref. Kirche Hombrechtikon mit anschliessendem Apéro Gottesdienst 11.00 Uhr ref. Kirche Stäfa mit anschliessender Sunntigssuppe (9.45 Uhr Treffpunkt Friedhofshalle Stäfa für Angehörige von Verstorbenen zum Begehen der Gräber)



Pfarrerin Dr. theol.
Monika Götte
Kirchbühlstrasse 40
8712 Stäfa

044 927 10 96
079 903 00 92

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