Glockenschlag der Kirche Hombrechtikon fällt aus

IMG_0234 (Foto: Frank Lehmann)
Aufgrund eines beschädigten Zahnrades des Schlagwerks "schweigen" die Viertelstunden- und Stundenschläge der Kirchenglocken bis Mitte Juli erneut. Das Zahnrad muss durch die Firma Rüetschi neu gegossen werden.

Das Glockengeläut während des Tages und für Gottesdienste ist davon nicht betroffen.


Unsere Glocken im Kirchturm der reformierten Kirche Hombrechtikon

Glocke 1- Grosse Glocke
Gewicht: 1920 Kg
Inschrift:
Das ist der Sieg, der die Welt überwunden hat, unser Glaube.
1. Joh. Vers 4

„Das Wort des Herrn ist Kraft und Licht, und Ja und Amen, was es spricht.
Des Vaters Pfade sind Recht und Gnade. Drum ruf‘ ich laut, gar hoch bestellt:
Kom her, du Deinem Gott o Welt!

Glocke 2 - Betzeit-Glocke
Gewicht: 940 Kg
Inschrift:
Friede sein mit Euch! Joh. 20, 19

Fried‘ und Freude sei mit allen, Die in Christo Jesu sind.
Hüter lass sie niederwallenBeim Gebete, früh und spät,
Auf ein jedes Gotteskind.

Glocke 3 - Vesper-Glocke
Gewicht: 540 Kg
Inschrift:
Alles bei Euch geschehe in Liebe. 1. Kor. 16, 14

Auf Liebe ruht des Vaters Thron,
Aus Liebe wurde Mensch der Sohn.
Und an der Liebe sollt Ihr kennen,
Die sich nach meinem Namen nennen.

Glocke 3 Kleine Glocke
Gewicht: 220 Kg
Inschrift: Die Hoffnung lasset nicht zu Schanden werden. Röm. 5, 5

Droben, über Tod und Grab
Winkt des Auferstandenen Heil.
Hoffnung ist des Pilgers Stab.
Leben ist des Siegers Teil.

Warum Glocken läuten

Glocken haben seit jeher eine tiefe religiöse Bedeutung. In der Antike dienten sie unter anderem der Vertreibung böser Geister, der Anrufung der Götter und der Versammlung der Gläubigen. Glocken braucht man aber nicht nur für religiöse Zwecke. Sie waren und sind auch auf Schiffen, an Hauseingängen, in Schulhäusern, Gerichten, Parlamenten und an weiteren Orten zu finden.

Die Kirche hatte die Glocken ursprünglich als heidnisch abgelehnt, begann aber mit der Zeit, mit ihnen die Gebetszeiten anzukündigen. So breitete sich das Glockengeläut von Nordafrika kommend über Europa aus und wurde im 8. Jahrhundert n.Chr. von Irland aus auch in die Schweiz gebracht. Glocken zeigten nach und nach immer mehr an: Die Uhrzeit (den Stundenschlag), die Tageseinteilung (Vesper, Feierabend), den Gottesdienst (Ein- und Ausläuten), den Sonntag (Einläuten am Samstagabend) und besondere Ereignisse. Die Hochzeitsglocken läuten, es gibt die Totenglocke und das Sturmläuten, und viele ältere Leute haben bis heute die Glocken des Kriegsendes nicht vergessen. Musik, Literatur und Film setzen Kraft und Symbolik von Glocken ein, von Hemingways «Wem die Stunde schlägt» bis zu «High noon» und «Süsser die Glocken nie klingen».

Quelle: » Handreichung der Evang.-ref. Landeskirche des Kantons Zürich