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DESCRIPTION:Thema: "Bald?!"\n«Siehe\, ich komme bald.» – Diese
  Verheissung zieht sich durch die Offenbarung des Johannes (Offb 2\,16;
  3\,11; 22\,7.12.20). Und doch sind seitdem fast 2000 Jahre vergangen. Was
  heisst das: bald? \n\nSchon die ersten Christinnen und Christen lebten in
  einer intensiven Erwartung. Sie rechneten damit\, dass Christus bald
  wiederkommt. Mit der Zeit wurde jedoch deutlich: Das Warten dauert
  länger. Und so begann eine spannende Entwicklung im Nachdenken über die
  Wiederkunft Christi.\n\nEin Schlüssel dazu liegt in der Frage\, wie die
  sogenannte «tausendjährige Herrschaft» (Offb 20) verstanden wird.
  Dieser kurze\, aber bildreiche Abschnitt ist einer der wenigen Texte der
  Bibel\, der überhaupt von einem solchen Zeitraum spricht – und gerade
  deshalb wurde er zu einem zentralen Bezugspunkt für die Frage\, wie
  Gottes Geschichte mit der Welt zu ihrem Ziel kommt. \n\nDaraus haben sich
  verschiedene Deutungen entwickelt: Einige gehen davon aus\, dass Christus
  vor dieser Zeit wiederkommt (Prämillennarismus; prä = vor\, Millennium
  = 1000 Jahre). Hier wird die Wiederkunft als deutliches zukünftiges
  Ereignis verstanden\, oft verbunden mit einer (zumeist tumultartigen)
  Zuspitzung der Weltgeschichte. Diese Sicht findet sich heute vor allem in
  vielen Freikirchen.\n\nAndere erwarten\, dass Christus nach einer Zeit
  kommt\, in der sich Gottes Reich in der Welt mehr und mehr entfaltet
  (Postmillennarismus). Diese Perspektive ist von einer gewissen Hoffnung
  auf eine positive Entwicklung der Geschichte geprägt\, spielt heute aber
  eine eher kleinere Rolle. \n\nWeit verbreitet ist die dritte Sicht\, der
  sogenannte Amillennarismus: Das Millennium wird dabei symbolisch
  verstanden. Christus herrscht schon jetzt – mitten in der Welt\, durch
  seine Gemeinde. Die Wiederkunft ist das Ziel\, auf das alles zuläuft\,
  ohne dass ein genauer «Fahrplan» festgelegt wird. Diese Deutung prägt
  bis heute die reformierten und lutherischen Kirchen sowie auch die
  römisch-katholische Kirche. \n\nSo unterschiedlich die Akzente sind:
  Gemeinsam ist allen\, dass sie an der Hoffnung festhalten\, dass Christus
  wiederkommt. Diese Hoffnung will nicht in erster Linie den Zeitpunkt
  berechnen\, sondern den Blick schärfen: für Gottes Gegenwart – und
  für unsere Verantwortung im Hier und Jetzt. Ein Gottesdienst für alle\,
  die Fragen haben\, weiterdenken wollen – oder einfach neugierig sind.\n
 \nKontakt: Monika Götte\n\nWeitere Infos:
  https://www.ref-staefa-hombrechtikon.ch/veranstaltung/58312
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